Heimatlied des Ländchens Bärwalde
Von Ida Schirrmeister, geb. Wille aus Meinsdorf
Bearbeitet und ergänzt (9.-11.Strophe) von Johanna und Reinhard Anders
Zu singen nach der Melodie: Wo die Ostseewellen rauschen...
Einsam, friedlich liegt im Kreis mein Heimatland,
Ländicken, so ist`s in aller Mund bekannt.
In den sieben Dörfern fühlt sich jeder wohl,
dem das Lied der Heimat heute gelten soll.
Wo in Wiepersdorf das alte Schloss noch steht,
das Rotkäppchen durch den Wald zur Oma geht,
trotzen alte Eichen allem Sturmgebraus,
ach du schöne Heimat bist ja mein zu Haus.
Und Kossin mit seinem leichten Heideland
spukt die Rudeljahne manchmal noch durchs Land.
Und der alte Kirchturm steht am festen Platz,
kleines liebes Dörflein, gern ich bei dir rast`.
Weißen,du mit deinem lieben Angergrün,
all dein Sehnen zieht zu dir lieb Heimat hin.
Wo der Schäfer friedlich seine Lämmer treibt,
Heimat liebste Heimat,ich dir treu verbleibt.
In Bärwalde, das dem Land den Namen gab,
liegt verborgen auf dem "Borchold" noch ein Schatz.
Zu dir geht mein Sehnen nicht nach Geld und Gut,
für dich liebe Heimat, geb`ich gern mein Blut.
Rinow, durch den Teufelsstein von alter Zeit berühmt ,
deines Dorfes Auen,Schmuck und immer grünt,
fruchtbar deine Felder, Land und Leute fromm,
Heimat teure Heimat,gern, ich zu dir komm.
Meinsdorf Hauptstadt wirst du stolz von uns genannt,
stattlich ragt dein Kirchturm durch das Land.
Unter deinen Linden sah`st du manchen Gast,
liebe teure Heimat, der hier sucht Rast.
Herbersdorf, von Kiefernwald ganz dicht umsäumt,
von dir liebe Heimat hab ich oft geträumt.
Deine Wiesen ,Felder sind mir auch so lieb,
gern ich bei dir weile und bei dir verblieb.
Viele fremde Menschen zogen einst hier her,
und ihr neuer Anfang war doch ziemlich schwer.
Doch nach ein`ger Zeit schloss sich ein Freundschaftsband,
weil man in dem Ländchen eine Heimat fand.
Stolz trug jeder Frau die schönen Trachten hier,
denn sie waren ja des Ländickens Pläsier,
reich bestickte Röcke ,schwarze Mieder auch,
bunte Bänder,Schürzen das ist heut noch Brauch.
An die Jugend heute, geht der gute Rat:
Pflegt die Trachten und die Bräuche, die ihr habt,
schaffet weiter fleißig auch in ferner Sicht,
dass man auch in Zukunft noch vom Ländchen spricht!
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